Wasserwirtschaft - BWK HRPS

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Wasserwirtschaft

Unsere Umweltthemen
Trinkwasser (Gewinnung, Versorgung, Aufbereitung)
Einige unserer Ingenieure und Geologen beschäftigen sich mit den Themen rund um die Trinkwasserversorgung und Trinkwassergewinnung in menschlichen Siedlungsräumen. Die Domäne der Geologen ist die Erkundung des Untergrundes für geeignete Trinkwassergewinnungsanlagen, deren Ausbau mit Brunnen zur Förderung des Grundwassers, wie auch die Sanierung von belastetem Grundwasser (s. hier: Altlastenerkundung und -sanierung).
Die Trinwassergewinnung unterliegt zusmindes hier in unseren Breiten als Industrieländer der behördlichen Überwachung, so dass sich auch hier wieder Kolleginnen und Kollegen von "beiden Seiten des Tisches" im Netzwerk BWK treffen - Ingenieure für Planung und Bau der Netze und die Vertreter der Überwachungs- und Genehmigungsbehörden, nicht zu vergessen natürlich diejenigen, welche die Trinkwasseranlagen betreiben und die Qualität unseres Trinkwasser überwachen und erhalten.
Abwasserableitung und -reinigung
Eine wichtige Sparte unseres Wirkens ist die Planung und der Betrieb von Abwasserbehandlungsanlagen sowie die Planung, der Bau und Erhalt von Kanalsystemen für die Ableitung von Abwässern, die die Kläranlagen wieder gereinigt und gefiltert verlassen, um in die Vorfluter eingeleitet zu werden.
Hier sind unsere Ingenieure (meist in der Siedlungswasserwirtschaft, als auch in der Verfahrenstechnik) dabei, die Kanalnetze zu berechnen, um auch im demographischen Wandel dafür zu sorgen, dass genügend Kapazitäten im Netz zur Verfügung steht. Die Kanalnetze müssen in Stand gehalten werden und die Neubaugebiete müssen an das Kanalsystem angeschlossen werden. Hierfür die die Bauplaner zuständig.
In der Abwasserreinigung sorgen unsere Ingenieure dafür, dass die Kläranlagen/ Abwasserreinigungsanlagen auf einem technisch hohen Stand zu halten, um den stetig wachsenden Forderungen im Umweltschutz (Emissionen) und an die Reinigungsqualitiät in der Verfahrenstechnik (Elimination von Schad- und Spurenstoffe) des Abwassers zu genügen.
Große Kläranlagen fahren oft in Versuchsanlagen Tests, um die Anlagen in der Verfahrenstechnik zu verbessern, um mit weniger Zuschlagsstoffen für die Reinigung auszukommen oder den Energieverbrauch der Anlagen zu senken.
In diesem Themenkreis treffen sich im Netzwerk Planer, Betreiber und Behörden, die sich im Arbeitsleben auf "unterschiedlichen Seiten des Tisches" bewegen.
Regenwasserbewirtschaftung
In der heutigen Zeit wird es immer wichtiger, sorgsam mit dem Niederschlagswasser umzugehen. Besonders im Zeichen des Klimawandels gewinnt die Regenwasserbewirtschaftung an Bedeutung. Die Regenwasserbewirtschaftung ist ebenfalls ein Baustein im Hochwasserschutz insbesondere in den Siedlungsgebieten und auf landwirtschaftlichen Flächen.
Das Niederschlagswasser soll soweit wie möglichst in der Fläche gehalten und zwischengespeichert, versickert, verdunstet und genutzt werden, das Abfließen in die Kanalisation und zum Vorfluter soll minimiert werden. Erreicht wird dies durch das Ausschöpfen natürlicher und technischer Versickerungsmöglichkeiten, wie z.B. Grasmulden, Rigolen, Dachbegrünung, Förderung von Grünflächen, Entsiegelung sowie durch Regenwassernutzung zur Bewässerung oder für Brauchwasser im Haus (Toilettenspülung, Waschmaschine).
 
Von Bedeutung ist eine Regenwasserbewirtschaftung auch für das Grundwasser, für das Stadtklima, für den Boden, für die Artenvielfalt (Biodiversität), sie kann zu Einsparungen bei der Kanal-Infrastruktur führen und zu Einsparungen bei der Abwassergebühr. Bei landwirtschaftlichen Flächen hat die Feldbearbeitung, Fruchtabfolge und besonders die Gestaltung und Anordnung von Feldrainen Einfluss auf das Regenwasser.
Maßnahmen zur Bewirtschaftung von Regenwasser werden im Zusammenhang mit einer Planung von Flächenversiegelungen wie z.B. Gebäudeneubau oder Straßenbau bearbeitet. Die Ingenieure werden hier u.a. auch im Bereich der Stadtplanung und in der Anwendung spezifischer Simulationsmodelle gefordert.
Hochwasserschutz
Ein klassisches, immer aktuelles Fachgebiet der Ingenieure im BWK ist der Hochwasserschutz und das Hochwassermanagement.
Durch den Klimawandel wird sich auch in Deutschland die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Hochwasser verändern. Darauf müssen wir uns einstellen. Es besteht dringender Handlungsbedarf, denn schon jetzt stehen in Europa die Hochwasserereignisse in der Schadensstatistik an erster Stelle. Die zum Teil vorhersehbaren Schäden in Siedlungen und Industriebereichen und an der Infrastruktur können mit konsequenten und auf die Örtlichkeiten abgestimmten Planungen und Maßnahmen verringert, u.U. sogar ganz verhindert werden.
Die Tätigkeiten der BWK-Ingenieure im Hochwasserschutz sind sehr vielfältig:
Das Aufstellen von Abflussmodellen, allgemeine Planungen wie generelle Entwürfe und Hochwasserrisikomanagementplanungen, Objektplanungen von Polder, Deichen, Hochwasserrückhaltebecken, Talsperren, Planung und Einsatz von mobilen Systemen, Objektschutzmaßnahmen für einzelne Bauwerke, Bauausführung und Bauüberwachung, Einsatzleitung im Hochwasserfall. Auch Kenntnisse der Gewässerökologie gehören dazu. Die Einsatzgebiete der Ingenieure sind Behörden, Ingenieurbüros, Wasserverbande, Kommunen, Baufirmen und Gutachter.
Neben den fachlichen Qualifikationen sind gute Ortskenntnisse und gute Teamfähigkeit erforderlich, denn Planungsbüros, Wasserverbände, Kommunen und die Aufsichtsbehörden arbeiten Hand in Hand. Die Verbindungen im BWK-Netzwerk können hier auch sehr von Nutzen sein.
Informationen über den Hochwasserschutz am Rhein und an der Gersprenz gibt es auch auf der Internetseite von BWK-Mitglied Ulrich Hartmann.
 
BWK HRPS, Copyright 2016. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü